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Marcel Beyer 
Das blindgeweinte Jahrhundert –
Bild und Ton

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Der Georg-Büchner-Preisträger stellt in seinen kulturgeschichtlichen Erkundungen Fragen nach der Funktion von Literatur im 20. Jahrhundert. 

„Man kann Tränen als Medium betrachten, als Schleier, als etwas, in dem die Welt sich verzerrt spiegelt oder das, wenn öffentlich Tränen vergossen werden, zum Medium einer glitzernden Selbstbespiegelung wird“, sagt Marcel Beyer. Ob bei fotografierenden Affen und weinenden Faltern, bei einer möglichen Verwechslung von Adorno und Adamo, der rührigen Ergriffenheit Helmut Kohls an Rilkes Grab in Raron oder dem tränenreichen Tagebuch eines Ignatius von Loyola: Das 20. Jahrhundert mag durchs Weinen erblindet sein, aber die Tränen sind auch unserer Zeit noch längst nicht ausgegangen.
   
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© Privat
  Marcel Beyer, geboren am 23. November 1965 in Tailfingen/Württemberg, wuchs in Kiel und Neuss auf. Er studierte von 1987 bis 1991 Germanistik, Anglistik und Literaturwissenschaft an der Universität Siegen; 1992 Magister artium mit einer Arbeit über Friederike Mayröcker. Der Autor erhielt zahlreiche Preise, darunter 2008 den Joseph-Breitbach-Preis und 2016 den Georg-Büchner-Preis. Bis 1996 lebte Marcel Beyer in Köln, seitdem ist er in Dresden ansässig.

Moderation: Dieter Heß | Bayern 2
In Zusammenarbeit mit der Münchner Bücherschau
und dem Suhrkamp Verlag.
Freitag, 1.12.2017 
19.00 Uhr
 
10,-/8,- €

Gasteig, Black Box
Rosenheimer Str. 5
81667 München

Karten unter: 
089 - 54 81 81 81 
oder muenchenticket.de